{"id":1476,"date":"2017-02-15T11:32:06","date_gmt":"2017-02-15T10:32:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=1476"},"modified":"2024-09-02T16:58:10","modified_gmt":"2024-09-02T14:58:10","slug":"kein-geld-fuer-die-rueckwanderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/kein-geld-fuer-die-rueckwanderung\/","title":{"rendered":"Kein Geld f\u00fcr die R\u00fcckwanderung"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Die Einwanderung und der Aufbau einer gesicherten Existenz gestalteten sich f\u00fcr viele Auswanderer zumeist als sehr schwierig. Viele Emigranten ben\u00f6tigten Jahre, um sich der neuen Umgebung anzupassen und ihren Verbleib zu sichern, viele entschlossen sich zur R\u00fcckwanderung, die aus Geldmangel sehr schwierig war. Unter den R\u00fcckwanderern befand sich auch der Schuhmacher Karl Bona aus Halbturn, der aus Argentinien wieder zur\u00fcckkehrte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1477\" src=\"http:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1-200x135.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1-400x270.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1-600x405.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Andau-Auswanderer-1.jpg 733w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Der Gendarmeriepostenkommandant aus Halbturn schilderte seine Reise und hoffte, dass sein Misserfolg weitere Auswanderungswillige von der Abwanderung abh\u00e4lt: <em>\u201e[\u2026]<\/em> <em>Der in Halbthurn wohnhafte Schuhmacher Karl Bona entschlo\u00df sich anfangs Juli 1923 nach Argentinien, S\u00fcdamerika auszuwandern um sich dort eine bessere Existenz zu sichern. Am 21. Juli 1923 trat er die Reise nach Amerika an. Bona wurde in Hamburg eingeschifft und fuhr mit der deutschen Linie nach Argentinien. Die Fahrt kostete ihm rund 4.000.000 Kronen. Am 22. August 1923 landete das betreffende Schiff in Buenos Aires. Er und alle Auswanderer wurden in der erw\u00e4hnten Stadt in einen staatlich verwaltenden Geb\u00e4ude \u201eHotel Immigration\u201c untergebracht. Dort kann jeder Einwanderer der auf Arbeitsuche ist, 30 Tage verbringen. W\u00e4hrend dieser Zeit erh\u00e4lt er die Unterkunft und Verpflegung umsonst. Ist diese Zeit verstrichen, dann mu\u00df er die Anstalt verlassen und trachten, sich selber durchzubringen.<br \/>\n<\/em><em>Bona war kurze Zeit dort und konnte wahrnehmen, da\u00df die Arbeits- und Verdienstm\u00f6glichkeiten dortselbst sehr schlecht sind. Trotz eifriger Umsicht war es ihm nicht m\u00f6glich eine passende Arbeit zu finden. Er hat auch mit anderen Personen gesprochen, welche gleichfalls aus \u00d6sterreich, aber einige Wochen fr\u00fcher wie er ausgewandert sind. Viele m\u00f6chten gerne wieder die Heimfahrt antreten, aber es fehlen ihnen die Geldmittel zur Reise, m\u00fcssen daher dort verbleiben und sich Durchbringen so gut es eben geht. Auf dem Lande bei den Bauern kann einer noch am leichtesten als landwirtschaftlicher Arbeiter unterkommen, aber dort erh\u00e4lt er meist nur die Verpflegung und diese l\u00e4\u00dft zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<br \/>\n<\/em><em>7 Wochen war Bona in Buenos Aires und w\u00e4hrend dieser Zeit konnte er feststellen, da\u00df er seine Existenz in einem solchen Lande, welches in kultureller Beziehung noch weit zur\u00fccksteht nicht verbessern kann und entschlo\u00df sich daher wieder heimzureisen. Auf einem deutschen Schiff, welches seinerzeit nach Hamburg abging kam er zuf\u00e4llig als Arbeiter und auf diese Weise kam er gl\u00fccklich wieder nach Hause, nach Halbthurn.<br \/>\n<\/em><em>Die Leute hier waren nat\u00fcrlich \u00fcber seine baldige R\u00fcckkehr sehr erstaunt und als er von seinen Erlebnissen und Wahrnehmungen in S\u00fcdamerika erz\u00e4hlte, wurde so manchen, welcher auch Neigungen zur Auswanderung hatte, eines besseren belehrt. Dies wird sich nat\u00fcrlich hier und in der Umgebung schnell verbreiten und wird abschreckend auf Auswanderungswillige wirken. [&#8230;].&#8221;<br \/>\n<\/em>(Brettl Herbert: Halbturn im Wandel der Zeiten. Mattersburg 1999. S. 154)<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einwanderung und der Aufbau einer gesicherten Existenz gestalteten sich f\u00fcr viele Auswanderer zumeist als sehr schwierig. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1477,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[279,32],"tags":[43],"class_list":["post-1476","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-279","category-migration","tag-halbturn"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1476"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2191,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions\/2191"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}