{"id":3354,"date":"2021-05-15T08:45:46","date_gmt":"2021-05-15T06:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=3354"},"modified":"2024-09-02T17:54:03","modified_gmt":"2024-09-02T15:54:03","slug":"errichtung-des-anschlussdenkmals-in-oberschuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/errichtung-des-anschlussdenkmals-in-oberschuetzen\/","title":{"rendered":"Errichtung des Anschlussdenkmals in Obersch\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Auf Initiative regionaler Nationalsozialisten wurde mit gro\u00dfer Unterst\u00fctzung der Kreisleitung Oberwart und der Gauleitung Steiermark nach dem \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 beschlossen, ein weithin sichtbares \u201eMahnmal\u201c, ein \u201eAnschlussdenkmal\u201c, in Obersch\u00fctzen zu errichten. Am 7. Oktober 1938 erfolgte in Anwesenheit des Gauleiter-Stellvertreters Dr. Tobias Portschy, der aus dem benachbarten Untersch\u00fctzen stammte, der Spatenstich zum \u201eMahnmal der Befreiung und Heimkehr\u201c. In den folgenden Monaten wurde unter Mithilfe der Bev\u00f6lkerung, insbesondere der Hitlerjugend, Lehrer, Sch\u00fcler und Studenten, das Bauwerk fertiggestellt. Am 21. Mai 1939 erfolgte die feierliche Einweihung des \u201eMahnmals\u201c.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3355\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001-200x133.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001-400x267.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/001.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die \u201eKleine Zeitung\u201c schrieb anl\u00e4sslich der Einweihung am 20. Mai 1939: \u201eAm Sonntag feierliche Einweihung &#8211; Der tiefere Sinn des Denkmals<br \/>\nIn Obersch\u00fctzen, Kreis Oberwarth, findet Sonntag den 21. Mai die Weihe eines imposanten Anschlu\u00df-Denkmals statt, die Gauleiter Uiberreither vornehmen wird. Das Denkmal wurde zur Erinnerung an den Anschlu\u00df an das Deutsche Reich von Beamten, Bauern und Studenten des bekannten Schulortes geschaffen und verdankt seine Entstehung dem Stellvertretenden Gauleiter und ehemaligen Landeshauptmann des Burgenlandes Dr. Portschy.<br \/>\nDenkm\u00e4ler brauchen das Jahr 1938 mit seinen unverg\u00e4nglichen Siegen nicht zu feiern; diesem Jahr ist in jedem deutschen Herzen f\u00fcr ewige Zeiten ein Denkmal gesetzt. Und doch hat es in Obersch\u00fctzen einen tieferen Sinn. H\u00e4tte Obersch\u00fctzen vor 21 Jahren und vornehmlich vor dem Weltkriege seine volkspolitische Aufgabe nicht erf\u00fcllt, l\u00e4ge vielleicht heute noch dieser Streifen Grenzland jenseits der Reichsgrenze. Der Geist der dortigen Schulanstalten vermochte damals dank ihrer Bodenverbundenheit und Wurzelhaftigkeit im deutschen Bauerntum vor allem den Junglehrern den seelischen R\u00fcckhalt und den Stolz auf das eigene Volkstum mitzugeben, dessen sie drau\u00dfen in ihrem verantwortungsvollen Kampf um deutsches Volkstum bed\u00fcrfen.<br \/>\nVon hier aus wurde geistig der Boden vorbereitet f\u00fcr den Anschlu\u00df des ehemaligen Burgenlandes an das gro\u00dfdeutsche Vaterland. Die Teill\u00f6sung 1921 hatte nicht befriedigt. Die dort ans\u00e4ssigen Bauern, die Lehrer- und Sch\u00fclerschaft hat aber dos Erbe der Vergangenheit richtig verstanden. Obersch\u00fctzen ward f\u00fcr die Systemregierung bald der &#8216;ber\u00fcchtigste&#8217; Ort des gesamten Grenzstreifens. Von dort erhielt die nationalsozialistische Bewegung ihren Antrieb. Mit seltener Einstimmigkeit stand die Bewohnerschaf von Obersch\u00fctzen schon fr\u00fchzeitig unter den Fahnen Adolf Hitlers. Als im Jahre 1931 aus Anla\u00df des 10. Jahrestages des Anschlusses an \u00d6sterreich Lehrer und Sch\u00fcler einen mit einer Feuerschale gekr\u00f6nten germanischen Opferstein erbauten und daran mit eisernen Lettern des Bekenntnis helfen wollten &#8216;Deutschland unser Vaterland&#8217;, wurde ihnen das von der damaligen Landesregierung verboten. So wurde der Kampfspruch &#8216;Deutsch allezeit&#8217; eingemei\u00dfelt [eig. eiserne Lettern!]. Damals stand das deutscheVolk noch mitten in schwerster Zerrissenheit und Zersplitterung. In Obersch\u00fctzen fand aber bereits die Jugend im neuen Glauben f\u00fcr Weg und Ziel neue Ausrichtung. Und so ist es kein Zufall, da\u00df die gesamte Wahlgauleitung des Burgenlandes Absolventen der Obersch\u00fctzener Anstalten waren.<br \/>\nSchon beim Bau des ersten Denkmals wurde der Sehnsucht nach dem Anschlu\u00df an das Gro\u00dfdeutsche Reich Ausdruck gegeben und schon damals das Gel\u00f6bnis getan, da\u00df hier beim Anschlu\u00df an das Gro\u00dfdeutsche Reich ein noch sch\u00f6neres und w\u00fcrdigeres Denkmal entstehen soll.<br \/>\nNun steht das Denkmal auf einer Kuppe zwischen Bad Tatzmannsdorf und Obersch\u00fctzen. Eine breite sch\u00f6ne Aufmarschstra\u00dfe f\u00fchrt von S\u00fcdosten im weiten Bogen zur Weihest\u00e4tte, der ein Aufmarschgel\u00e4nde f\u00fcr 5.000 Personen vorgelagert ist. Ringsum gleitet der Blick in eine herrliche landschaftliche Umrahmung: die steirisch-nieder\u00f6sterreichischen Alpen und deren Ausl\u00e4ufer &#8211; die Heimatberge. Das Denkmal wirkt in seiner Einsamkeit ungeheuer wuchtig. Inmitten eines 10 Meter hohen [eig. nur 8 Meter hoch!] und 12 Meter breiten, mit Natursteinen erbauten S\u00e4ulenhofes ruht auf einem m\u00e4chtigen Sockel, von Feuerpylonen umrahmt, ein 2.112 Meter hoher Adler, in den F\u00e4ngen das eichenumrahmte Hakenkreuz. Leicht hebt der Adler die Schwingen, denn er h\u00fctet die Grenze f\u00fcr Volk und Reich. In die Vorderseite des Sockels ist der Kampfspruch der Ostmark eingemei\u00dfelt &#8216;Ein Volk &#8211; ein Reich &#8211; ein F\u00fchrer.&#8217; Das Denkmal ist ein Bekenntnis dieses Grenzstreifens zur gesamtdeut\u00adschen Gemeinschaf und der Dank an die Vorsehung f\u00fcr die Erf\u00fcllung seiner Sehnsucht.<br \/>\nDer Gesamtentwurf stammt von Architekt Hofer, Graz. Der steinerne Adler ist aus der Werkstatt des Bildhauers Professor Adametz. Der Bau ist das Werk des Opfersinns des ganzen Kreises. Bauern, Arbeiter, Beamte und Studenten haben im freiwilligen Arbeitsdienst in insgesamt 33.000 Arbeitsstunden in den Steinbr\u00fcchen Stein von Stein gebrochen und dann Stein auf Stein legen helfen. Andere haben wieder in freiwilligen Spenden Bausteine beigetragen.<br \/>\nWenn am Tag der Weihe die Pergamentrolle mit dem Leidensgang der K\u00e4mpfer in das Denkmal eingeschlossen wird, denken wir an den Kerker und die Verfolgungen, die den Weg f\u00fcr &#8216;Ein Volk &#8211; ein Reich &#8211; ein F\u00fchrer&#8217; s\u00e4umten. Tausende Herzen werden dann dem F\u00fchrer mit innigem Dank entgegenschlagen, der der Erf\u00fcller der deutschen Sehnsucht nach einem einigen Reich aller St\u00e4mme geworden ist.&#8221;<br \/>\n(Kleine Zeitung, 36. Jg. 1939, Nr. 137, 20. Mai 1939, S. 6)<\/p>\n<p>Nach langen Diskussionen erfolgte durch das Anbringen einer Tafel gegen Gewalt und Rassismus eine Umdeutung des Denkmals in ein Mahnmal. In weiterer Folge wurde der Diskurs \u00fcber den Umgang mit dem \u201eAnschlussdenkmal\u201c im Ort weitergef\u00fchrt. 2016 gelang es der Gemeinde, die Parzellen, auf denen sich das \u201eAnschlussdenkmal\u201c befindet, zu pachten und eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, die sich mit der zuk\u00fcnftigen Nutzung und Gestaltung auseinandersetzt. Gleichzeitig wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt und mit der Sanierung begonnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Initiative regionaler Nationalsozialisten wurde mit gro\u00dfer Unterst\u00fctzung der Kreisleitung Oberwart und der Gauleitung Steiermark &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3355,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[283,48],"tags":[96],"class_list":["post-3354","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-283","category-nationalsozialismus","tag-oberschuetzen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3354"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3356,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354\/revisions\/3356"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}