{"id":3636,"date":"2022-03-03T07:08:53","date_gmt":"2022-03-03T06:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=3636"},"modified":"2024-09-02T18:11:39","modified_gmt":"2024-09-02T16:11:39","slug":"welcome-to-stadtschlaining","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/welcome-to-stadtschlaining\/","title":{"rendered":"Welcome to Stadtschlaining"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Im Juni 2001 organisierte das Forum CONCENTRUM gemeinsam mit dem \u00d6sterreichischen Studienzentrum f\u00fcr Frieden und Konfliktl\u00f6sung und der Stadtgemeinde Stadtschlaining das Projekt \u201eWelcome to Stadtschlaining\u201c. Dabei wurden ehemalige Schlaininger Juden bzw. deren Nachkommen nach Stadtschlaining eingeladen und ihnen die Begegnung mit ihrer einstigen Geburts- und Heimatstadt sowie der Schlaininger Bev\u00f6lkerung das Wiedersehen mit ehemaligen Mitb\u00fcrgern erm\u00f6glicht. Eine wichtige Rolle spielte dabei Regina L\u00f6wy Espenshade, die eine R\u00fcckschau auf ihren letzten Besuch im Burgenland hielt:<\/p>\n<div id=\"attachment_3637\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3637\" class=\"size-medium wp-image-3637\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-200x127.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-400x254.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-460x295.jpg 460w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie-600x381.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/P6170045-3-Kopie.jpg 634w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3637\" class=\"wp-caption-text\">Nachkommen ehemalige Schlaininger Juden und Organisatoren beim \u201eWelcome to Stadtschlaining im Juni 2001.<\/p><\/div>\n<p>\u201eIm Oktober 1999 besuchte ich mit meiner Schwester und meiner Nichte das Land, aus dem unsere Familie stammt. Juden leben dort nicht mehr, doch fr\u00fcher hat es einen relativ gro\u00dfen und gut integrierten j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerungsanteil gegeben. In dem kleinen Ort namens Stadtschlaining, in dem meine Mutter bis zu ihrem 36. Lebensjahr gelebt hat, konnten wir etwas Ungew\u00f6hnliches beobachten: Es gibt dort jetzt Bestrebungen, die Erinnerung an die fr\u00fcheren j\u00fcdischen Einwohner wiederzuerwecken, und auch an den Einfluss, den sie auf die Lebenswelt und Kultur der Gemeinde hatten.[\u2026]\nIn den 1970-ern war ich mit meiner 1991 verstorbenen Mutter Gizella Braun L\u00f6wy zweimal in Stadtschlaining zu Besuch. Damals sahen wir die verwischten Spuren der einstigen Gemeinde, die Ruinen der Synagoge und den zerst\u00f6rten j\u00fcdischen Friedhof, in dem meine Gro\u00dfeltern begraben sind. [\u2026]\nBei meiner Ankunft 1999 bemerkte ich, dass sich hier etwas ganz Besonderes tut: Eine Tafel am Eingang der Burg k\u00fcndet davon, dass sich in ihren R\u00e4umlichkeiten die Europ\u00e4ische Friedensuniversit\u00e4t befindet. Dies war f\u00fcr mich eine erstaunliche Entdeckung. Dass jemals Menschen aus aller Welt nach Schlaining kommen w\u00fcrden, um hier Frieden, Konfliktmanagement und friedenserhaltende Ma\u00dfnahmen zu studieren, h\u00e4tte ich mir nicht in meinen k\u00fchnsten Tr\u00e4umen vorstellen k\u00f6nnen. Die 1715 gebaute, einstmals entweihte Synagoge ist renoviert worden. Das Geb\u00e4ude bewahrt seine urspr\u00fcngliche Identit\u00e4t als j\u00fcdische Synagoge und wird in Verbindung mit den universit\u00e4ren Einrichtungen der Burg als Friedensbibliothek genutzt. Auch der Friedhof wurde restauriert und mit einem sch\u00f6nen granitenen Tor versehen, das ihn als j\u00fcdische Begr\u00e4bnisst\u00e4tte ausweist. Angesichts all dieser Entwicklungen \u00fcberkam mich ein Gef\u00fchl der Erleichterung. Ich werde nie die tiefe Trauer meiner Mutter vergessen, welche sie angesichts der entweihten Gr\u00e4ber ihrer Eltern bei unseren Besuchen in den Jahren 1973 und 1976 empfunden hat. Einige Grabsteine scheinen wieder aufgestellt worden zu sein; die meiner Gro\u00dfeltern fehlen aber. [\u2026]\nDie wiedergewonnene Verbindung mit der Vergangenheit, die Tatsache, dass meine Eltern in der Erinnerung der Bev\u00f6lkerung von Stadtschlaining fortleben, war eine beeindruckende Erfahrung. [\u2026]\u201c<br \/>\n(Sammlung Lisa Fandl, \u00dcbersetzung: Albert Schuch- Herzlichen Dank)<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2001 fand in der Stadtgemeinde Stadtschlaining das Projekt \u201eWelcome to Stadtschlaining\u201c statt. 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