{"id":3696,"date":"2022-05-11T20:53:51","date_gmt":"2022-05-11T18:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=3696"},"modified":"2024-09-02T18:09:51","modified_gmt":"2024-09-02T16:09:51","slug":"das-ackerbautreibende-gebirgsvolk-in-gschiess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/das-ackerbautreibende-gebirgsvolk-in-gschiess\/","title":{"rendered":"Das ackerbautreibende Gebirgsvolk in Gschie\u00df"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Bis 1923 hie\u00df die heutige Gemeinde Sch\u00fctzen am Gebirge \u201eGschie\u00df\u201c. Die Namensgebung stellte sich jedoch lange Zeit als problematisch dar. 1905 forderte der Oberstuhlrichter die Gemeinde auf, den Ortsnamen \u201eSercz\u201c (ungarisch f\u00fcr Gschie\u00df) auf \u201eFert\u00f6l\u00f6v\u00f6\u201c (\u201eSch\u00fctzen am See\u201c) umzuwandeln. Die Gemeindeverwaltung lehnte dies in einer Sitzung ab, da man mit dem Namen zufrieden war und das Wort \u201eL\u00f6v\u00f6\u201c (Sch\u00fctzen) schon von anderen Gemeinden verwendet wurde. Zudem war die Weinbezeichnung \u201eSerczer-Wein\u201c sehr bekannt bzw. w\u00fcrden die Namens\u00e4nderungen hohe Kosten mit sich bringen. Der Oberstuhlrichter beantragte dennoch, den Namen \u201eFert\u00f6l\u00f6v\u00f6\u201c anzunehmen, was die Gemeinde abermals ablehnte. Der Name Gschie\u00df blieb somit erhalten. Nach der Angliederung an \u00d6sterreich beschlossen die Gemeindeverantwortlichen, den Namen zu \u00e4ndern, da mit dem Namen \u201eGschie\u00df\u201c sehr viel Spott getrieben wurde.<br \/>\nDie \u00c4nderung des Ortsnamens Gschie\u00df auf \u201eSch\u00fctzen am Gebirge\u201c besch\u00e4ftigte am 14. April 1923 den Gemeinderat. Die burgenl\u00e4ndische Landesregierung empfahl den Ortsverantwortlichen unter anderen die Namen \u201eSchwefelbrunn\u201c oder \u201eSch\u00fctzen am See\u201c. Der Gemeinderat fasste jedoch den einstimmigen Beschluss, die \u00c4nderung des Ortsnamens in \u201eSch\u00fctzen am Gebirge\u201c festzulegen, und begr\u00fcndete die Entscheidung folgenderma\u00dfen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3697\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997-300x157.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997-200x105.png 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997-300x157.png 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997-400x209.png 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997-600x314.png 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Screenshot-1997.png 727w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201e1) Wie aus der historischen Entwicklung der Gemeinde zu ersehen ist, war Gschie\u00df zur Zeit der T\u00fcrkenkriege, insbesondere w\u00e4hrend der Kriege mit dem B\u00f6hmischen K\u00f6nig Ottokar II. (1270-1273) und der T\u00fcrkenkriege (1683) der Schauplatz wilder K\u00e4mpfe, so dass sich die Bev\u00f6lkerung gen\u00f6tigt sah, in das nahe Gebirge zu fl\u00fcchten. Trotzdem hat sich ihr Deutschtum treu bewahrt, ihr Heimatdorf immer wieder neu aufgebaut und auch ihren Charakter als ackerbautreibendes Gebirgsvolk bis heute erhalten.<br \/>\n2) Der Ort selbst liegt an der Stelle, wo sich das Leithagebirge mit der Ruster H\u00fcgelkette am n\u00e4chsten kommen, so zwar, das Gschie\u00df von allen Seiten besehen am Fu\u00dfe eines immergr\u00fcnen Gebirges zu liegen kommt.<br \/>\n3) Das uralte Wappen von Gschie\u00df enth\u00e4lt die Initialen GS = Gschie\u00df am See. Um dieses Wappen nun in seiner Reinheit zu erhalten, werden bei der Benennung \u201eSch\u00fctzen am Gebirge\u201c auch diese Initialen SG beigehalten.<br \/>\n\u201eSchwefelbrunn\u201c wird in Ansehung des Umstandes, dass Gschie\u00df bereits in fr\u00fcheren Jahren \u201eObersch\u00fctzen = Fell\u00f6w\u00e9r\u201c benannt wurde, endg\u00fcltig fallen gelassen und jetzt nur der Name \u201eSch\u00fctzen\u201c gew\u00e4hlt, da sich im Burgenland bereits ein Ober- und ein Untersch\u00fctzen befindet.<br \/>\nDas Pr\u00e4dikat \u201eam See\u201c konnte nicht gut angenommen werden, weil sich zwischen dem Neusiedler See und der Ortschaft die Ruster H\u00fcgelkette hinzieht und auch sonst die Entfernung vom Seeufer ziemlich gro\u00df ist.\u201c<br \/>\n(Ortschronik von Sch\u00fctzen am Gebirge, S. 130, 144-145)<\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 1923 hie\u00df die heutige Gemeinde Sch\u00fctzen am Gebirge \u201eGschie\u00df\u201c. 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