{"id":3814,"date":"2022-10-06T20:16:32","date_gmt":"2022-10-06T18:16:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=3814"},"modified":"2024-09-02T18:22:52","modified_gmt":"2024-09-02T16:22:52","slug":"gebackene-surschnitzel-duerfen-nicht-verabreicht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/gebackene-surschnitzel-duerfen-nicht-verabreicht-werden\/","title":{"rendered":"Gebackene Surschnitzel d\u00fcrfen nicht verabreicht werden"},"content":{"rendered":"<p>Eine Zirkularverordnung von 1784 unter Kaiser Joseph II., durch die jedermann die Erlaubnis erhielt, jederzeit selbst hergestellte Lebensmittel, Wein und Obstmost zu verkaufen und auszuschenken, gilt als Geburtsstunde der Schenkh\u00e4user\/Heurigen in \u00d6sterreich. In weiterer Zeit regelten Buschenschankgesetze der L\u00e4nder und Verordnungen der Gemeinden das Ausschankrecht. Die Regelungen f\u00fcr die Heurigen waren streng und insbesondere die Ausgabe von bestimmten warmen Speisen war strikt verboten, da man den Gasth\u00e4usern im Ort &#8211; bis in die 1950er Jahre zumeist Gemeindegasth\u00e4user &#8211; keine zus\u00e4tzliche Konkurrenz machen wollte. Nicht immer hielten sich die Buschenschankbetreiber an die Verordnungen, wie ein Schreiben der Wirtschaftskammer Burgenland vom September 2000 zeigt:<\/p>\n<div id=\"attachment_3816\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3816\" class=\"size-medium wp-image-3816\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank-200x141.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank-400x281.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank-600x422.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Buschenschank.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3816\" class=\"wp-caption-text\">Heurigenseeligkeit in Eisenstadt in den 1930er Jahren.<\/p><\/div>\n<p>\u201eSehr geehrte Frau X!<br \/>\nDas Erhebungsorgan der Wirtschaftskammer hat auf Grund einer Beschwerde eine Buschenschankkontrolle am 9.9.2000 um ca. 12.00 Uhr, in ihrem \u201eHeurigenbuffet\u201c durchgef\u00fchrt. Dabei wurde festgestellt, da\u00df unbefugt heisse gebackene Surschnitzel mit Salat, die Portion um S 70,&#8211; und ein Verdauungsstamperl um S 10,&#8211; an G\u00e4ste verabreicht wurde.\u00a0Auf Grund ihrer Gewerbeberechtigung sind Sie zur Verabreichung von kaltem Schweinefleisch und Speck, kalten Wurstwaren, belegten Br\u00f6tchen und Brotaufstrichen, warmen Surfleisch und K\u00fcmmelfleisch, warmen Stelzen, Brat- und Blutw\u00fcrsten, warmen Sauerkraut und \u00fcblichen kalten Beigaben wie Essiggem\u00fcse, Senf und Kren berechtigt.\u00a0Die Verabreichung von gebackenen Surschnitzel ist nicht Inhalt Ihres Berechtigungsumfanges!<br \/>\nAu\u00dferdem ist Ihr Gastgewerbebetrieb seit 7.5.1997 ruhend gemeldet, d.h., jegliche gastgewerbliche T\u00e4tigkeit ist, bis zur Meldung des Wiederbetriebes an die Wirtschaftskammer, Fachgruppe Gastronomie, strafbar!<br \/>\nWir d\u00fcrfen Sie ersuchen, den Wiederbetrieb bei \u00d6ffnung des Heurigenbuffets rechtzeitig anzuzeigen und die unbefugte Verabreichung von Speisen, die nicht Inhalt Ihres Berechtigungsumfanges sind, einzustellen, ansonsten wir eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft t\u00e4tigen m\u00fcssen.<br \/>\nDer Fachgruppengesch\u00e4ftsf\u00fchrer\u201c<br \/>\n(Archiv der Wirtschaftskammer Burgenland)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Zirkularverordnung von 1784 unter Kaiser Joseph II. gilt als Geburtsstunde der Schenkh\u00e4user\/Heurigen in \u00d6sterreich. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3816,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[284,61],"tags":[103],"class_list":["post-3814","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-284","category-wirtschaft","tag-marz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3814","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3814"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3814\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3817,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3814\/revisions\/3817"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3814"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3814"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3814"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}