{"id":4135,"date":"2024-01-14T08:30:56","date_gmt":"2024-01-14T07:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=4135"},"modified":"2024-09-02T18:29:30","modified_gmt":"2024-09-02T16:29:30","slug":"wetterkapriolen-im-weinbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wetterkapriolen-im-weinbau\/","title":{"rendered":"Wetterkapriolen im Weinbau"},"content":{"rendered":"<p>Durch den arbeitsintensiven Weinbau war es zu mancher Zeit leichter m\u00f6glich, ein gesichertes Auskommen zu finden bzw. einen bescheidenen Wohlstand zu erwirtschaften als in anderen Bereichen der Landwirtschaft. Eine Garantie daf\u00fcr gab es jedoch nicht. Die Launen der Natur waren vielf\u00e4ltig und brachten oft Not und Verzweiflung mit sich. Ein paar Beispiele sollen dies verdeutlichen:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4136\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3-200x150.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3-600x450.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Feber3.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00d6denburg 1696: <em>\u201eItem in di\u00dfen 96igsten Jahr hat das M\u00fcllthau in unsren genzen Weyngebirg solchen Schaden gethan, dergleichen man von keinem Jahr nicht wei\u00df, da\u00df ein solcher Schad geschehen; war darvon nit nur allein hier, sondern im ganzen Land.\u201c<br \/>\n<\/em>Donnerskirchen 1838: <em>\u201e<\/em><em>Das Fr\u00fchjahr und der Sommer sind trocken, der Herbst ist kalt und nass. Ein fr\u00fch eingebrochener Frost l\u00e4sst die Trauben nicht reifen. Es wird eine Menge Wein geerntet, er ist aber sehr sauer.\u201c<br \/>\n<\/em>Sch\u00fctzen am Gebirge 1861: <em>\u201eIm Jahr 1861 hatten wir eine Gfrier im Fr\u00fchjahr und haben fast nichts gelesen. Von den Bodenweing\u00e4rten haben wir die Trauben in K\u00f6rberl heimgetragen.\u201c<br \/>\n<\/em>Apetlon 1866: <em>\u201e23.ten [ Mai] trat Windstille ein und Nachts fror es so stark, da\u00df 24.ten \u00bd 8 Uhr fr\u00fch noch Eis in meinem Wasser Schaff des Gartens zu sehen war, die Weinreben, Bohnen, Kartoffeln waren ganz verbrannt, in den Weing\u00e4rten war kein gr\u00fcnes Blatt zu sehen.\u201c<br \/>\n<\/em>Apetlon 1867: <em>\u201eIm Jahr 1867 hatten wir wieder einen sehr gro\u00dfen Schauer-Hagel \u00fcber unseren ganzen Hotter, der alle Weing\u00e4rten zusammengeschlagen hat.\u201c<br \/>\n<\/em>Donnerskirchen 1910: \u201e<em>Am 24. Juli verursachte der Hagel gro\u00dfe Sch\u00e4den in den Weing\u00e4rten. Die Weing\u00e4rten waren durch den Befall von Oidium, Peronospora und Schaden durch die M\u00e4use stark in Mitleidenschaft gezogen worden.\u201c<br \/>\n<\/em>Kittsee 1926: <em>\u201eEine v\u00f6llige Missernte brachte die Weinlese. Dies empfindet namentlich die Bev\u00f6lkerung der Ortschaft Edelstal, welche ausser Wein, beinahe keine andere Einnahmequelle besitzt. Die Ursache der Missernte \u2013 eine so schlechte war \u00fcberhaupt noch nicht &#8211; liegt ausser den schlechten regnerischen Wetter w\u00e4hrend der Sommerzeit darin, dass die Weinkulturen durch die Sch\u00e4dlinge arg verw\u00fcstet sind und trotz aller Gegenmassnahmen und Anwendung von Pflanzenschutzmittel nicht in die H\u00f6he gebracht werden k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\n<\/em>Donnerskirchen 1929: <em>\u201eIm Winter herrscht grausame K\u00e4lte, die Quecksilbers\u00e4ule sinkt auf 30 Grad unter Null. Es ist der k\u00e4lteste Winter seit Menschengedenken. Kirschb\u00e4ume und Weinst\u00f6cke erfrieren.\u201c<br \/>\n<\/em>(Herbert Brettl, Weinbau und Wein im Burgenland. In: Agrarland Burgenland. 90 Jahre Burgenl\u00e4ndische Landwirtschaftskammer 1927 \u2013 2017. Oberwart 2017. S. 328)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch den arbeitsintensiven Weinbau war es zu mancher Zeit leichter m\u00f6glich, ein gesichertes Auskommen zu finden bzw. &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4136,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[286,17],"tags":[70,149,249,134],"class_list":["post-4135","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-286","category-landwirtschaft","tag-apetlon","tag-donnerskirchen","tag-edelstal","tag-schuetzengeb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4135"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4135\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4137,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4135\/revisions\/4137"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}