{"id":4855,"date":"2024-09-15T07:11:03","date_gmt":"2024-09-15T05:11:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=4855"},"modified":"2024-09-15T07:11:03","modified_gmt":"2024-09-15T05:11:03","slug":"bekaempfung-der-seuche-mit-der-impfung-aller-schweine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/bekaempfung-der-seuche-mit-der-impfung-aller-schweine\/","title":{"rendered":"Bek\u00e4mpfung der Seuche mit der Impfung aller Schweine"},"content":{"rendered":"<p>Die Nutztierhaltung war im Burgenland immer eine wichtige Einkommensquelle f\u00fcr die Landwirte. So wurde nach dem Ersten Weltkrieg auch die Schweinezucht intensiviert, da einerseits durch die Hausschlachtungen die Selbstversorgung gesichert werden konnte und andererseits auf den M\u00e4rkten in Wien die Produkte einen guten Absatz fanden. Bedroht wurde diese Einnahmequelle immer wieder durch Tierseuchen, wie beispielsweise 1931 in Halbturn, als dort die Schweinepest um sich griff. Der B\u00fcrgermeister wandte sich mit einem Hilfsapell an die burgenl\u00e4ndische Landwirtschaftskammer:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4856\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-300x149.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-200x99.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-300x149.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-400x199.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26.jpg 451w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eAn die burgenl\u00e4ndische Landwirtschaftskammer in Eisenstadt<br \/>\nSeit Mitte April l. J. herrscht in unserer Gemeinde die sehr gef\u00e4hrliche Seuche Schweinepest und ist seit dieser Zeit der Weidegang der Schweine eingestellt. Zu Beginn der Seuche war nur ein Hof als verseucht bekannt und hat sich in den letzten Tagen hat sich diese Seuche in sehr bedrohlichem Ausma\u00dfe bereits auf 11 H\u00f6fe erstreckt. 30 St\u00fcck Schweine sind bereits verendet in der hiesigen Wasenmeisterei zur Verscharrung gelangt. Fast t\u00e4glich kommen neue Erkrankungen vor und glaubt der unterfertigte B\u00fcrgermeister der Seuche dadurch Einhalt bieten zu k\u00f6nnen, das s\u00e4mtliche Schweine im Dorfe zwangsweise einer Impfung unterzogen werden. Durch die Einstellung des Weideganges erleiden die Landwirte schon in der Nachzucht ganz kolossale Verluste und k\u00f6nnen die Eber infolge der Seuche auch nicht zum Belegen in die einzelnen Geh\u00f6fte getrieben werden. Der Schaden, der bisher schon den Landwirten infolge dieser Seuche entstanden ist, l\u00e4\u00dft sich dermalen noch gar nicht ermessen, da sich in letzter Zeit die meisten Landwirte speziell auf die Schweinezucht f\u00fcr den Wiener Markt einstellten und durch das \u00dcberhandnehmen der Seuche auch dieser Erwerb sehr in Frage gestellt wird.<br \/>\nMit R\u00fccksicht auf die zur Gen\u00fcge bekannten schwere Krisis in der Landwirtschaft ist es selbstverst\u00e4ndlich keinem Landwirt m\u00f6glich die Impfung, welche durchschnittlich auf ca. 5.- S, pro Schwein gerechnet werden muss, aus eigenen zu bestreiten, da der Liter des notwendigen Impfstoffes auf ca. 110 S. zu stehen kommt. Nachdem in der gemeinde ca. 1500.- St\u00fcck Schweine vorhanden sind, welche alle zur Impfung gelangen sollen, betragen die Impfkosten insgesamt ca. 7500.- S. Der unterfertigte B\u00fcrgermeister bitten im Namen s\u00e4mtlicher Landwirte um eine 75%ige Subvention bei Beschaffung des notwendigen Impfstoffes, da es sowohl der Gemeinde selbst als auch den Landwirten vollkommen unm\u00f6glich ist den Impfstoff aus eignen Mitteln zur G\u00e4nze bestreiten zu k\u00f6nnen. Trotz aller gesetzlicher Abwehrma\u00dfnahmen ist es bisher nicht gelungen der Seuche Herr zu werden und k\u00f6nnte die in Aussicht genommene Impfung die Landwirte vor gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den sch\u00fctzen, wenn die burgenl\u00e4ndische Landwirtschaftskammer diese Subventionierung durchf\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nDer B\u00fcrgermeister\u201c (Gemeindearchiv Halbturn, Korr. 1931, o.Z.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nutztierhaltung war im Burgenland immer eine wichtige Einkommensquelle f\u00fcr die Landwirte. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4856,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[286,17],"tags":[43],"class_list":["post-4855","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-286","category-landwirtschaft","tag-halbturn"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4855"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4855\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4857,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4855\/revisions\/4857"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}