{"id":4866,"date":"2024-10-06T07:46:13","date_gmt":"2024-10-06T05:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=4866"},"modified":"2024-10-06T07:46:13","modified_gmt":"2024-10-06T05:46:13","slug":"gegen-pauschalverurteilungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/gegen-pauschalverurteilungen\/","title":{"rendered":"Gegen Pauschalverurteilungen"},"content":{"rendered":"<p>1985 gelangte der sogenannte \u201eWeinskandal\u201c an die \u00d6ffentlichkeit. Es wurde sichtbar, dass einzelne Weinh\u00e4ndler schon seit l\u00e4ngerer Zeit in gro\u00dfem Stil Weinpanscherei betrieben hatten, indem \u201eNormalwein\u201c mittels Diethylenglykol zu \u201ePr\u00e4dikatswein\u201c verf\u00e4lscht und Papiere manipuliert worden waren. Zwei Monate sp\u00e4ter wurde der Weinbetrug in Deutschland, Hauptabsatzgebiet des verf\u00e4lschten Weines, zum Skandal hochstilisiert. Die deutschen Gesundheitsbeh\u00f6rden schlugen Alarm und lie\u00dfen den \u00f6sterreichischen Wein aus den Verkaufsregalen entfernen. Hysterie, Vorverurteilungen und H\u00e4me dominerten in den folgenden Wochen die deutschen Printmedien, die auch von den \u00f6sterreichischen Medien \u00fcbernommen wurden. Bald gab es weltweite Warnungen vor dem Genuss \u00f6sterreichischer Weine.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4867\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-300x120.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-200x80.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-400x160.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-600x240.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-768x307.jpg 768w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-800x319.jpg 800w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal-940x379.jpg 940w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Weinskandal.jpg 949w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Gegen die Pauschalverurteilungen aller Weinbaubetriebe wehrten sich die Golser Winzer Theresia und Georg Stiegelmar mit einem Schreiben an das bundesdeutsche Ministerium f\u00fcr Jugend, Familie und Gesundheit: <em>\u201eDie Inhaber der Golser \u201aCsardaschenke\u2018, Georg und Theresia Stiegelmar sehen sich auf Grund der Oberfl\u00e4chlichkeit, mit der bundedeutsche Beh\u00f6rden in Sachen Weinskandal arbeiten, veranla\u00dft, sich gegen diese Diffamierungen zu wehren. Das zust\u00e4ndige Bonner Ministerium habe n\u00e4mlich den deutschen Medien und Beh\u00f6rden Namen und Adressen gegeben, die durch ihre oberfl\u00e4chliche und ungenaue Darstellung zu Ruf- und Existenzsch\u00e4digung vieler absolut Unschuldiger f\u00fchre.<br \/>\n<\/em><em>Allein in Gols gibt es \u2013 im Telefonbuch nachzulesen \u2013 8 (acht) Mal den Namen Stiegelmar. Und alle haben mit Weinbau etwas zu tun! In Podersdorf taucht der Name Steiner 71 (einundsiebzig) Mal auf. Auch hier kaum einer, der nicht mit Weinbau zu tun hat. In Apetlon gibt es 27 Familien mit dem Namen Tschida. Und in Pamhagen weist das Telefonbuch 7 Mal den Namen Tschida aus.<br \/>\n<\/em><em>Ich darf Ihnen versichern, da\u00df in meinem Betrieb, die Weine nach bestem Wissen und K\u00f6nnen und mit aller Gewissenhaftigkeit gekeltert werden. Ich erachte es mit der pers\u00f6nlichen wie beruflichen Ehre unvereinbar, Manipulationen mit dem Lesegut und dem Wein vorzunehmen. [\u2026]\u201c<\/em> (Sammlung Familie Stiegelmar, Gols)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1985 gelangte der sogenannte \u201eWeinskandal\u201c an die \u00d6ffentlichkeit. 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