{"id":4912,"date":"2024-12-22T08:58:10","date_gmt":"2024-12-22T07:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=4912"},"modified":"2024-12-22T08:58:10","modified_gmt":"2024-12-22T07:58:10","slug":"standrecht-fuer-deserteure-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/standrecht-fuer-deserteure-gefordert\/","title":{"rendered":"Standrecht f\u00fcr Deserteure gefordert"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer 1918 war das Ende des Krieges absehbar. Die Versorgungslage innerhalb der Donaumonarchie wurde immer schlechter. Die letzten Offensiven gegen Italien scheiterten und die Verluste an Material und Menschen konnten nicht mehr ausgeglichen werden. Immer \u00f6fter kam es bei slawischen Soldaten, wie Tschechen und Kroaten, aber auch in ungarischen Truppenverb\u00e4nden zu Befehlsverweigerungen. Viele Soldaten desertierten und machten sich auf den Heimweg. Die verantwortlichen Beh\u00f6rden und Offiziere versuchten mit strengen Disziplinarma\u00dfnahmen diesen Vorg\u00e4ngen entgegenzuwirken. In einem Rundschreiben Rekonvaleszentenabteilung des k. u. k. Infanterieregimentes Nr. 76 in Sopron an die Gemeinden hie\u00df es:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4913\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-200x124.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-400x249.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-600x373.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-768x478.jpg 768w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-800x498.jpg 800w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-1024x637.jpg 1024w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-1200x747.jpg 1200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie-1536x956.jpg 1536w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Deserteure-2-Kopie.jpg 1631w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u201eAn die Gemeindevorstehung Boldogasszony<br \/>\nSopron, im August 1918<br \/>\nNachdem die eigenm\u00e4chtige Entfernung der zur Abteilung geh\u00f6renden Mannschaft in der letzten Zeit trotz der bei dieser herrschenden Disziplin schreckliche Dimensionen angenommen hat, dann in Anbetracht des Umstandes, dass die auf Verhaftung der Deserteure an die Gemeindevorstehungen, Gendarmerieposten etc. gerichteten Aufforderungen in vielen F\u00e4llen fruchtlos blieben, sieht sich das hiesige Kommando veranlasst, den bedauerlichen Entschluss zu fassen, beim zust\u00e4ndigen k u. k. Milit\u00e4rkommando um Kundmachung des Standrechtes bittlich zu werden.<br \/>\nBevor das Kommando diesen letzten unternimmt, wird die p. t. Gemeindevorstehung aufmerksam gemacht, jeden einzelnen sich in der Gemeinde oder deren Umgebung aufhaltenden Soldaten oder wenigstens als milit\u00e4rpflichtig scheinenden Mann zur Ausweisleistung verhalten zu wollen, diese in jedem Falle, als ein solcher neu auftaucht, zu wiederholen und denjenigen Mann, welcher nicht in der Lage ist, sich gen\u00fcgend legimitieren zu k\u00f6nnen \u2013 insoweit derselbe hiesigen Stande angeh\u00f6rt \u2013 anher sofort zu \u00fcberstellen, da das Kommando die Unterlassung dieses Vorganges als ein Zusammenspielen der betreffenden Organe mit dem Deserteur betrachten und gegen dieselben die Schritte beim Milit\u00e4rgerichte einleiten m\u00fcsste. (unleserliche Unterschrift)\u201c<br \/>\n(Gemeindearchiv Frauenkirchen, Korrespondenz 1918. 1949\/18)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer 1918 war das Ende des Krieges absehbar. 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