{"id":5234,"date":"2026-08-30T09:45:41","date_gmt":"2026-08-30T07:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/?p=5234"},"modified":"2026-08-30T09:45:41","modified_gmt":"2026-08-30T07:45:41","slug":"weckruf-in-andau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/weckruf-in-andau\/","title":{"rendered":"Weckruf in Andau!"},"content":{"rendered":"<p>Mit der Errichtung des Donauparks sollte das Areal im 22. Wiener Gemeindebezirk, das zuvor eine Problemzone darstellte, aufgebessert werden. Ab 1961 wurde die ehemalige M\u00fclldeponie in eine rund 630.000 m\u00b2 gro\u00dfe Parkanlage umgestaltet. 1964 wurde der Donaupark anl\u00e4sslich der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) er\u00f6ffnet. Die Gartenarbeiterinnen und Gartenarbeiter kamen vielfach aus dem Nordburgenland, wobei die Gemeinde Andau die meisten Arbeitskr\u00e4fte stellte. Auch nach der Er\u00f6ffnung der Gartenanlage begaben sich hunderte Frauen und M\u00e4nner, genannt die \u201eWIGler\u201c, fr\u00fchmorgens nach Wien, um die Gartenanlagen zu pflegen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5235\" src=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG-300x140.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"140\" srcset=\"https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG-200x93.jpg 200w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG-300x140.jpg 300w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG-400x187.jpg 400w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG-600x280.jpg 600w, https:\/\/www.brettl.at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/WIG.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die <em>BF<\/em> berichtete folgenderma\u00dfen dar\u00fcber: <em>\u201eSeit Montag l\u00e4uten die Wecker in den Wohnungen der Grenzgemeinde Andau wieder fr\u00fcher. Wenn sich in den meisten D\u00f6rfern noch tiefe Nacht \u00fcber die D\u00e4cher breitet, verlassen in Andau mehr als 200 Frauen und M\u00e4nner die warme Stube, um zu den Autobussen zu eilen, die sie in den fr\u00fchen Morgenstunden auf ihre Wiener Arbeitsstelle bringen.<br \/>\n<\/em><em>Dies ist im Burgenland nat\u00fcrlich keine Seltenheit, denn in vielen Gemeinden fahren die Bauarbeiter in die Stadt, um am Abend oder am Wochenende wieder nach Hause zu kommen. Doch in Andau ist es anders. Von Andau fahren die Arbeiter nicht auf die Wiener Baustellen, sondern in die G\u00e4rten und Anlagen des Gartenbauamtes. Seit 1964, als die WIG tausende Blumen hervorzauberte, sind die Andauer dabei, den Wiener Blumenschmuck anzubauen und zu pflegen. Durch ihre Arbeit helfen sie mit, die Stadt Wien sch\u00f6n und liebenswert zu gestalten. Und die Frauen und M\u00e4nner aus Andau machen diese Arbeit gern, ist sie doch mit der Erde und den Pflanzen verbunden, die im gro\u00dfen Gem\u00fcsegarten des Neusiedler Bezirkes von jeher eine gro\u00dfe Rolle spielen.<br \/>\n<\/em><em>Am Montag begann die heurige Saison. Obwohl es in den fr\u00fchen Morgenstunden noch sehr kalt und das zeitige Aufstehen noch ungewohnt war, kamen die Arbeiter gern. Einige kamen schon eine halbe Stunde vorher, um die erste Abfahrt sicher nicht zu vers\u00e4umen. Denn mit dieser t\u00e4glichen Fahrt nach Wien ist ihre Arbeit und ihr Verdienst verbunden.<br \/>\n<\/em><em>Gleich nach den ersten Frauen und M\u00e4nnern, die den Platz um die Autobusse herum bev\u00f6lkerten, traf auch der B\u00fcrgermeister, Landtagsabgeordneter Peck, ein und bem\u00fchte sich mit den Beamten des Arbeitsamtes um eine reibungslose Abfahrt Nach einigen Tagen geht es dann allein, weil sich die einzelnen Arbeitspartien zusammengefunden haben.<br \/>\n<\/em><em>Bevor die anderen Andauer aufgestanden sind, hat sich der gro\u00dfe Platz vor dem Gasthaus geleert. Autobus um Autobus fuhr ab, und zur\u00fcck blieb ein leeres Gastzimmer mit ein paar Landwirten, die ebenfalls zur Verabschiedung der t\u00e4glichen Auswanderer gekommen waren.\u201c<\/em> (<em>BF<\/em> 13.3.1969, S. 11)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Errichtung des Donauparks sollte das Areal im 22. Wiener Gemeindebezirk, das zuvor eine Problemzone darstellte, aufgebessert werden. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":5235,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[293,61],"tags":[99],"class_list":["post-5234","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-293","category-wirtschaft","tag-andau"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5234"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5236,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5234\/revisions\/5236"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brettl.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}