Papst Johannes Paul II. stattete im Juni 1988 Österreich einen Pastoralbesuch ab. Dabei war er in mehreren Diözesen Österreichs, unter anderen auch in der Diözese Eisenstadt, wo er am 24. Juni 1988 eine Messe in Trausdorf feierte. Als Andenken an den Besuch des Papstes wurde auf dem Festgelände in Trausdorf a.d. Wulka ein Kreuz aufgestellt und dies in einer Urkunde dokumentiert:
„[…] Nach eingehenden Überlegungen mit den zuständigen Stellen wurde für den Ort des Pastoralbesuches die Pfarre Trausdorf a.d.W. auserwählt, weil dort ein entsprechend großer Platz (einstige Hutweide) zur Verfügung stand. Dieser war sowohl für die liturgische Feier als auch für die nötigen organisatorischen Maßnahmen geeignet. So konnten auf diesem Platz viele Fahrzeuge, u. a. 1.000 Autobusse und mehrere tausend Personenkraftwagen, untergebracht werden.
Zur Ermöglichung einer würdigen Feier wurde ein großer Altar errichtet. Der Heilige Vater feierte dort am Geburtsfest des hl. Johannes des Täufers, dem 24.6.1988, mit ungefähr 75.000 Gläubigen in Anwesenheit höchster Repräsentanten der Kirche und des Staates die heilige Eucharistie. […]
Von besonderer Bedeutung war auch die Anwesenheit von Gläubigen aus den Nachbardiözesen, so eine beträchtliche Anzahl aus Ungarn und ebenso auch aus Jugoslawien. Natürlich waren bei dieser Feier auch zahlreiche Gläubige aus anderen Diözesen Österreichs. […]
Der Besuch des Papstes gehört in der Geschichte der Diözese Eisenstadt sicherlich zu den bedeutendsten Ereignissen. Nach Beratungen mit den zuständigen Organen wurde deshalb beschlossen, an jener Stelle, wo der Altar für die Eucharistiefeier mit dem Heiligen Vater stand, ein Kreuz zum bleibenden Gedenken an den Besuch des Heiligen Vaters zu errichten.
Die Errichtung selbst fand am Abend des ersten Jahrestages im Rahmen einer Feierstunde statt, an der viele Menschen teilgenommen haben. Mittelpunkt dieser Feier war die Aufstellung des Kreuzes, das von Diözesanbischof DDr. Stefan László gesegnet wurde. In seiner Ansprache richtete der Diözesanbischof an das anwesende Volk und damit an alle Diözesanen die Einladung, in diesem Kreuz nicht bloß ein historisches Zeichen zu sehen, das an den Besuch des Papstes erinnert, sondern vielmehr eine bleibende Einladung, das vom Heiligen Vater verkündigte Wort Gottes zu beherzigen und in der Liebe zum Nachfolger des hl. Petrus zu wachsen. Die Betreuung dieser neuen Gedenkstätte wurde der Pfarrgemeinde Trausdorf zusammen mit der politischen Gemeinde anvertraut.
Alles zur größeren Ehre Gottes
Franz Graf, Ordinariatskanzler – Stefan László, Bischof von Eisenstadt“ (Gemeindearchiv Trausdorf)