„Mein Kampf“ beschlagnahmt

Das Buch „Mein Kampf“ entstand während Adolf Hitlers Haft 1924 und wurde erstmals 1925 bzw. der zweite Band 1926 veröffentlicht. Diese politisch-ideologische Programmschrift stellt den Werdegang Hitlers zum Politiker und seine Weltanschauung dar. Das Buch, welches nach dem Verbot der NSDAP in Österreich von 1933 bis 1937 verboten war, fand auch im Burgenland Verbreitung, wie ein Gendarmeriebericht des Postens St. Michael an die Bezirkshauptmannschaft in Güssing zeigt:
mein Kampf„Am 15. Jänner 1938 hat der Posten bei dem Naziverdächtigen Gastwirtsohn X., in St. Michael eine Hausdurchsuchung vorgenommen, bei der das Buch „Adolf Hitler – Mein Kampf“ vorgefunden wurde. Das Buch hat am Umschlagdeckel und auf der ersten Seite das Hitlerbild. […] X. gab an, daß er dieses Buch von dem Müllersohn Y. in St. Michael erhalten habe. Dieser wieder erhielt es von einem gewissen Z. aus Bocksdorf. […] Das Buch ist auf Grund des Auftrages der Bezirkshauptmannschaft Güssing, Zl.XI-688 vom 10.8.1937 zur Verbreitung zugelassen. Es wurde dem X. trotzdem vorläufig abgenommen, weil dieser dessen Inhalt im Gasthause seiner Eltern verbreiten könnte. X. hat sich im Jahre 1937 als Student in Wr. Neustadt nationalsozialistisch betätigt und wurde auch hierfür bestraft. Auch wurde er von der Schule ausgeschlossen. […]“
(Burgenländisches Landesarchiv. Lage-, Vorfall- u. Inform. Berichte. III-2. 1938. o.Z.)

2019-04-07T20:15:19+00:0007. April 2019|Nationalsozialismus|0 Kommentare

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