Skifahrerverköstigung auf der Rosalia

Die Rosalia zählte im Burgenland zu einer beliebten Skifahrerregion, die in den Wintermonaten von zahlreichen benachbarten, aber auch entfernter wohnenden Wintersportlern gerne besucht wurde. Nachdem eine Beschwerde von nicht ortsbekannten Gästen über die schlechte Bewirtung in einem Gasthaus beim Landesfremdenverkehrsamt eingelangt war, sah sich der Revierinspektor genötigt, über die Situation auf der Rosalia aufzuklären.
RosaliaErklärung des Revierinspektors vom Posten Forchtenau am 6. Mai 1955:
„Ich wurde von der Beschwerde gegen die Gastwirtin A. W. erfahren und erlaube mir über Ersuchen der Frau W. folgendes festzustellen: Ich kenn Frau W. persönlich und bin auch als Gend. Postenkdt. Von Forchtenau und Neustift a/d. Rosalia weitgehendst über die Verhältnisse privater und geschäftlicher Hinsicht informiert. Ich bin selbst begeisterter Skifahrer und war an allen Sonntagen, an denen die Schneelage das Skifahren erlaubte, mit anderen Skifahrern auf der Rosalia. Wir fanden bei A. W. immer herzliche Aufnahme, was auch meine Kollegen bestätigen können. Es gab immer gute Suppe, Geselchtes, Frankfurter, Bratwürstel, Eierspeise, Käse, Wurst und dgl. mehr zu Essen. Das Gastzimmer war sehr gut beheizt. Für den Fall eines größeren Gästeandranges war außerdem ein größerer Nebenraum geheizt. Im März d.J. war ich mit einem Skikurs von 25 Gend. Beamten ca. 8 Tage auf der Rosalia. Beinahe jeden Tag kehrten wir während unserer Mittagsrast bei Frau W. ein und waren restlos zufrieden. Mich setzt daher die Beschwerde über die Gastwirtin W. sehr in Erstaunen und dürfte es sich im gegenständlichen Falle entweder um eine Verwechslung oder aber um eine Verleumdung die jeder Grundlage entbehrt, handeln.
Hochachtungsvoll K. S.
(BLA, Regierungsarchiv. Abt. XII. 1955. 6-190-55)

2018-12-22T07:51:33+00:0022. Dezember 2018|Fremdenverkehr, Sport|0 Kommentare

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