Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Burgenland zahlreiche Fußballklubs aus der Taufe gehoben. In so manchen Orten, beispielsweise in Kobersdorf, leisteten jüdische Bewohner dazu einen wichtigen Beitrag. So auch in Bad Sauerbrunn, wo sowohl der Vorsitzende als auch der Mannschaftskapitän jüdischen Glaubens war.
1922 berichtete der Freie Burgenländer über die Gründung des Fußballklubs in Sauerbrunn:
„Gründung eines Fußballklubs.
Einem Wunsche des hiesigen sportliebenden Publikums zufolge wurde kürzlich unter dem Vorsitze des Herrn Arthur Hirsch ein Fußballklub gegründet, der seinen Sitz in Großners „Südbahn-Restaurant“ hat. Außer dem verdienten Vorgenannten wurden in die Klubleitung gewählt: Heinrich Lang, Sektionsleiter; Johann Haller, Kassier; Franz Ganser, Schriftführer; Leo Eißenberger, Kapitän, und Franz Koller, Zeugwart. Möge es der jungen Mannschaft gegönnt sein, in kommender Spielzeit recht gute sportliche Erfolge zu erringen.“ (Der Freie Burgenländer vom 29. Oktober 1922, S. 3)