Am 3. Feber 2016 verkündete der Bürgermeister von St. Andrä am Zicksee das Ergebnis der Bürgerbefragung über die Errichtung eines Orthodoxen Klosters in der Gemeinde. 838 (63,7 %) der Bürgerinnen und Bürger übten ihr Wahlrecht aus und sprachen sich mehrheitlich, mit 52 %, für die Umwidmung eines Grundstückes für den Bau eines Klosters aus. Damit endete vorläufig eine intensive und emotionale Debatte über eine Frage, die die Gemeinde jahrelang in Gegner und Befürworter quer durch die Parteien spaltete. Der Gemeinderat hatte sich im Dezember 2015 auf Grund der schwierigen Situation dazu entschlossen, die Gemeindebürger zu diesem Thema zu befragen und somit auf die direkte Form der Demokratie zurückzugreifen.
Dem vorausgegangen war eine intensive Propaganda der Gegner und Befürworter, welche in Versammlungen, Gesprächen und Flugblättern für „ihre Sache“ geworben hatten. Als Beispiel soll ein Flugblatt der Gruppe „Ja-zum Kloster in St. Andrä!“ dienen:
„Geschätzte St. Andräerinnen und St. Andräer!
St. Andrä hat in der Vergangenheit schon oft Weitblick bewiesen und Projekte verwirklicht, die Fortschritt und Wohlstand gebracht und unseren Ort als Fremdenverkehrsgemeinde bekannt gemacht haben: 1. Kläranlage im Bgld, Sonderkrankenanstalt, touristische Erschließung des Zicksees, usw.
Am 10. November 2014, als Bartholomäus I., Patriarch von Konstantinopel, St. Andrä besuchte, könnte wieder einmal etwas ganz Großes für St. Andrä in Gang gesetzt worden sein: DAS ERSTE ORTHODOXE KLOSTER ÖSTERREICHS
Eine unbezahlbare Werbung für St. Andrä und trotzdem kostenlos! Ein Geschenk des Himmels sozusagen!
[…] Vom 29. Jänner bis 1. Feber findet dazu eine Bürgerbefragung statt. Diese Befragung wird nicht bindend sein, denn sie kann den Gemeinderat keinesfalls aus seiner Verantwortung für die Zukunft von St. Andrä entlassen, aber sie wird ein wichtiges Zeichen der Bevölkerung sein. Natürlich ist uns bewusst, dass es auch kritische Stimmen gibt, – ein Projekt mit 100% Zustimmung kann und wird es nie geben – aber wir hoffen, dass die Gespräche sachlich zu einem Ergebnis gebracht werden können, auf das nicht nur wir, sondern auch die kommenden Generationen stolz sein können. St. Andrä wird von diesem Kloster enorm profitieren, es ist ein Glücksfall für St. Andrä! Wenn wir uns dagegen entscheiden, handeln wir fahrlässig! Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am 17.12.2015 mit nur einer Gegenstimme für die Flächenumwidmung zur Errichtung des Klosters ausgesprochen. Daher sagen auch wir „JA zum Kloster in St. Andrä!
Die Freunde des Klosters Maria Schutz“ (Sammlung Gemeinde St. Andrä/Zicksee)
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