Johann K., Gemeindefeldhüter in Halbturn bat am 24. April 1930 das Amt der burgenländischen Landesregierung in Eisenstadt um eine Schulbefreiung für seinen Sohn Michael.

wasserträger

Buben als Wasserträger in Deutschkreutz 1931. (Quelle. Burgenländisches Landesarchiv)

„Der ergebenst Unterfertigte bittet um Schulbefreiung seines am 23. September 1916 in Halbturn geborenen Sohnes Michael K., welcher in Halbturn die röm. kath. Gemeindevolksschule besucht. Das Kind ist im 8. Schuljahre und besucht die 7. Volksschulklasse und wird im September 1930 das 14. Lebensjahr erreichen.
Zur Begründung dieses Ansuchens führt der Bittsteller an, dass er Vater von sieben Kindern ist, welche alle mit den Eltern im Haushalt leben, so dass der Lebensunterhalt für 9 Personen zu bestreiten ist. Der Sohn Michael soll am Wittmannshof als Wasserträger für die Feldarbeiter in Verwendung genommen werden und könnte so mit diesem seinem Verdienste zum Lebensunterhalte der Familie beitragen.“
Der Bürgermeister bestätigte die Angaben des Bittstellers und befürwortete das Ansuchen. (Quelle Archiv der Volksschule Halbturn 1930)