„Mattersburg judenfrei!“
Rund 300 Jahre nach ihrer ersten Gründung wurde die jüdische Gemeinde durch die Nationalsozialisten gewaltsam aufgelöst. Es war dies das Ende des jüdischen Lebens in Mattersburg.
Rund 300 Jahre nach ihrer ersten Gründung wurde die jüdische Gemeinde durch die Nationalsozialisten gewaltsam aufgelöst. Es war dies das Ende des jüdischen Lebens in Mattersburg.
Sofort nach der Okkupation Österreichs im März 1938 begann im Burgenland die radikale Politik gegenüber den Roma, vorbereitet durch das Schüren ohnehin vorhandener rassistischer Vorurteile.
Nach dem Todesurteil schmachtete Georg Wurm sechs Monate in der Gefängniszelle in Straubing bei München. In der Zelle verfasste er einen letzten Brief an seine Angehörigen.
Noch im März 1938 begann der Golser Kleinbauer Georg Wurm ehemalige Mitglieder der kommunistischen und sozialdemokratischen Partei zu werben, um eine illegale Organisation gegen den Nationalsozialismus aufzubauen.
Nur wenige Tage vor dem Einmarsch der Roten Armee im März 1945 wurden beim Kreuzstadl in Rechnitz fast 200 jüdische Zwangsarbeiter aus Ungarn ermordet und verscharrt.
Mit der Angliederung an das NS-Deutschland wurde unter anderem auch das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in Österreich wirkend.
Das Denunziantentum wurde vom deutschen Dichter und Philologen August Heinrich Hoffmann von Fallersleben mit der Aussage „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“ beurteilt.
Der Aufbau des Nationalsozialismus erfolgte durch die Mitwirkung von Fanatikern, Anhängern und Mitläufern. Auch durch das „gezielte Wegschauen“ wurden die Fundamente des totalitären Systems errichtet.
Als sich im Frühjahr 1945 die Front dem Burgenland näherte, ordneten die Parteispitzen und die SS die Zwangsevakuierung der Bevölkerung an.
Gleich mit der Gründung der Nationalsozialistischen Partei erfolgte der Aufbau der NS-Jugendorganisationen „Hitlerjugend“ und Bund Deutscher Mädel (BDM) für die 14- bis 18-jährigen Mädchen. Die BDM-Uniformen waren jedoch nicht für alle Mädchen erschwinglich.