Schließung der Zuckerfabrik Hirm
1850 gründete die Familie Rothermann mit Arbeitskollegen in Hirm eine Zuckerfabrik. Für die Gemeinde änderte sich damit das wirtschaftliche Gefüge grundlegend.
1850 gründete die Familie Rothermann mit Arbeitskollegen in Hirm eine Zuckerfabrik. Für die Gemeinde änderte sich damit das wirtschaftliche Gefüge grundlegend.
Bernhard Wilhelm Neureiter war bereits seit 1933 illegaler Nationalsozialist und nach der Machtübernahme der Nazis Ortsgruppenleiter und Bürgermeister von Neustift an der Rosalia sowie „Beauftragter für Zigeunerfragen im Rassenpolitischen Amt der Gauleitung Niederdonau“.
Nach der NS-Machtergreifung wurden im Schulwesen politisch motivierte Säuberungen durchgeführt, insbesondere bei Lehrer und Lehrerinnen, die dem „Ständestaat“ positiv gegenübergestanden waren.
Die Volkszählung von 1923 weist Gattendorf als eine gemischtsprachige Gemeinde aus. Man zählte 468 deutsche, 182 ungarische und 461 kroatische Bewohner.
Noch im Mai/Juni 1945 wurden die NSDAP und all ihre Gliederungen verboten, jede Wiederbetätigung wurde unter schwere Strafe gestellt und das Kriegsverbrechergesetz zur Ahndung von Verbrechen während der NS-Zeit beschlossen.
In der Diktion der nationalsozialistischen Ideologie wurde der Slawe, insbesondere der Russe, als „Untermensch“ bezeichnet. Aus diesem Grund versuchte man im Deutschen Reich die kulturellen Leistungen Russlands aus dem Gedächtnis der Bürger zu streichen.
Der jüdische Bewohner Alfred Weiss trat 1923 der Freiwilligen Feuerwehr Rust bei. Er brachte es bis zum Stellvertreter des Stadtkommandanten und wurde 1934 mit der 10-jährigen Verdienstmedaille ausgezeichnet.
Am 21. September 1941 wurden die noch in Halbturn verbliebenen Roma ins Lager Lackenbach eingewiesen. Für die Familie Ujvari war die Einweisung unverständlich, da sie zuvor einem „redlichen“ Erwerb nachgegangen war.
Der Ortsgruppenleiter war der Führer der örtlichen NSDAP, der in alle politischen Entscheidungen der Gemeinde eingebunden war und der den Parteieinfluss geltend machte.
Am 11. März 1938 rissen die Nationalsozialisten im Burgenland die Macht an sich. Die „Volksabstimmung“ über den Anschluss an Deutschland sollte unter allen Umständen zu einem „völligen Erfolg“ führen.