Von vier Fabriken ist nur eine in Betrieb
Als das Burgenland an Österreich angegliedert wurde, war das Land ein wirtschaftlich „vernachlässigtes Randgebiet“ ...
Als das Burgenland an Österreich angegliedert wurde, war das Land ein wirtschaftlich „vernachlässigtes Randgebiet“ ...
Der größte Ledererzeuger im damaligen Ödenburger Kammerbezirk war die Lederfabrik Spitzer in Eisenstadt, die 1817 in Unterberg von Abraham Spitzer gegründet worden war.
Die Hyperinflation in Österreich ist kein Phänomen der Nachkriegszeit, sondern sie trat auch schon während des Ersten Weltkrieges massiv auf.
Rohrbach im Bezirk Mattersburg war lange Zeit als das Dorf der Schmuggler bekannt. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Schmuggel aus dem Ödenburger Raum vor allem nach Wiener Neustadt sogar als Haupteinnahmequelle beschrieben.
In Krisenzeiten greift man gerne auf die Naturalwirtschaft zurück. Im Burgenland diente vielfach der Wein als inflationsresistente Ware.
1850 gründete die Familie Rothermann mit Arbeitskollegen in Hirm eine Zuckerfabrik. Für die Gemeinde änderte sich damit das wirtschaftliche Gefüge grundlegend.
In den 1960er Jahren begann eine Gastarbeiterbewegung aus der Türkei nach Österreich. So manche türkische Arbeitskraft verschlug es auch ins Burgenland.
Schmuggel war seit jeher ein einträglicher Nebenerwerb der Bewohner diesseits und jenseits der Grenze - insbesondere, wenn ein Produkt auf der einen Seite um ein Vielfaches billiger war.
In der Blütezeit beschäftigte das Antimonbergwerk in Goberling ca. 160 Arbeiter. Die ganze Region rund um Stadtschlaining lebte vom und mit dem Bergbau.
Auch in den wenigen burgenländischen/westungarischen Industriezentren war die Idee des Klassenkampfes in der Arbeiterschaft schon bald bekannt.