Synagoge zu Turn- und Festhalle umgewandelt
1837/38 wurde in Güssing eine neue Synagoge errichtet. Fast genau 100 Jahre später wurde diese von den Nationalsozialisten entfremdet und zu einer Turn- und Festhalle im Sinne des Regimes umgewandelt.
1837/38 wurde in Güssing eine neue Synagoge errichtet. Fast genau 100 Jahre später wurde diese von den Nationalsozialisten entfremdet und zu einer Turn- und Festhalle im Sinne des Regimes umgewandelt.
Schon unmittelbar nach der Machtübernahme zeigte der Nationalsozialismus im Schatten des Jubels sein wahres Gesicht.
Die Familie Wolf war wohl die bedeutendste und prominenteste jüdische Familie in Eisenstadt. 1790 gründete die Familie einen Weinhandel.
Bereits in den 1920er Jahren entwickelte sich der Zicksee bei St. Andrä zu einem beliebten Urlaubsziel.
Insbesondere in Krisenzeiten trat und tritt der Antisemitismus zumeist verstärkt in Erscheinung.
Das Zusammenleben im Burgenland zwischen der christlichen Mehrheitsbevölkerung und den jüdischen Bewohnern wird vor 1938 zumeist als ein friedliches Miteinander beschrieben.
Die Niederlagen der österr.-ungarischen Armee in den ersten Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges führten dazu, dass bereits 1915 rund 600.000 Flüchtlinge aus ihrer Heimat fliehen mussten.
NSDAP-Funktionäre und auch NS-Parteigrößen versuchten ihre Positionen in der Verwaltung auszunutzen, um sich bei Beschlagnahmungen, Beraubungen und „Arisierungsmaßnahmen“ zu bereichern.
In den letzten Tagen vor Kriegsende kam es im Burgenland entlang der „Reichsschutzstellung“ zu zahlreichen Verbrechen an jüdischen Zwangsarbeitern, so genannten „Endzeitverbrechen“.
In den 1920er Jahren erfasste das Fußballfieber zusehends auch das Burgenland und in vielen Gemeinden wurden Vereine gegründet. Auch in der jüdischen Gemeinde Eisenstadt fanden sich Sportbegeisterte, die im Februar 1924 die Eisenstädter Hakoah gründeten.